DAS MANAUDOU-GEN

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Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, dass Florent Manaudou Geschichte schrieb. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London schwamm der damals 21-Jährige zum Titel über 50m Freistil – als erster Franzose überhaupt. Manaudou, 1,99m groß, muskelbepackt, verwies damals weitaus erfahrenere Athleten wie Cullen Jones (USA) und Cesar Cielo (Brasilien) auf die Plätze. Die Freude war riesig bei dem Franzosen, der sich mit diesem Erfolg auch endlich aus dem Schatten seiner berühmten Schwester Laure Manaudou herausgeschwommen hatte. Diese ist in Frankreich nicht nur ein Schwimm-, sondern mittlerweile auch ein Medienstar, der auf Modenschauen zu Hause ist. Sie ist Olympiasiegerin und mehrfache Welt- und Europameisterin über 400m Freistil und gewann zahlreiche internationale Titel über andere Strecken. Der vier Jahre jüngere Bruder scheint die gleichen guten Gene geerbt zu haben, hatte aber vor Olympia 2012 international noch nicht für Aufsehen gesorgt. Bei der EM in Berlin fuhr Manaudou damit fort, sich einen eigenen Namen zu machen. Dreimaliger Europameister ist er schon jetzt, seine Hauptstrecke 50m Freistil steht erst morgen Abend an. Bereits am ersten Tag siegte er mit der 4x100m Freistilstaffel und war der schnellste Athlet aller Staffelschwimmer aus allen Nationen. Über 50m Schmetterling holte er in 23,00 Sekunden Gold und stand gemeinsam mit Yauhen Tsurkin (BLR) ganz oben auf dem Podium. Nur drei Tage später kam das dritte Gold hinzu über 100m Freistil im Einzel. In 47,98 Sekunden blieb er als Einziger unter 48 Sekunden. „Das ist eine wirklich gute Zeit für mich, das erste Mal unter 48 Sekunden“, sagte er nach dem Rennen. Heute soll der vierte Titel dazukommen über 50m Freistil. Seine Schwester Laure, die schon beim historischen Olympiasieg eine der ersten Gratulantinnen war, ist sicher schon jetzt stolz auf ihren „kleinen“ Bruder.

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